Ihre Pflichten im Fuhrpark: UVV-Unterweisung für Fahrer

Im Fuhrpark ist die regelmäßige UVV-Unterweisung aller Fahrer eine gesetzlich vorgeschriebene Pflicht. Denn wer seinen Mitarbeitern Dienstfahrzeuge überlässt, muss diese auch in der sicheren Handhabung der Fahrzeuge schulen. In unserem Blog gehen wir auf die wichtigsten Aspekte einer UVV-Unterweisung ein und geben Ihnen einen Überblick, welche Konsequenzen bei Nichterfüllung drohen.

Was ist eine UVV-Unterweisung?

Dienstfahrzeuge sind ein Arbeitsmittel und können bei unsachgemäßer Verwendung die Sicherheit gefährden. Daher ist die UVV-Unterweisung für Dienstwagen Teil des Arbeitsschutzes und durch den Gesetzgeber vorgeschrieben. 

Mit einer regelmäßigen Unterweisung sollen Fahrer im sicheren Umgang mit den Fahrzeugen sowie im Verhalten bei Unfällen geschult werden. So soll das Risiko im Fuhrpark und für alle Fahrer minimiert werden. Stattfinden sollte eine ausreichende Fahrerunterweisung nach UVV mindestens einmal jährlich. 

Was sind die gesetzlichen Grundlagen?

Die Notwendigkeit der jährlichen UVV-Unterweisung ist gleich an mehreren Stellen im Gesetz verankert:

  • § 12 Arbeitsschutzgesetz open_in_new (ArbSchG) besagt, dass der Arbeitgeber seine Beschäftigten über die Sicherheit und den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz unterweisen muss.
  • § 12 Betriebssicherheitsverordnung open_in_new (BetrSichV) sowie § 4 DGVU-Vorschrift 1 regeln, dass Beschäftigte vor dem erstmaligen Gebrauch eines Arbeitsmittels ordnungsgemäß einmal jährlich unterwiesen werden müssen.
  • Ergänzt wird dies im Fuhrpark durch § 35 DGUV-Vorschrift 70 open_in_new . Der Paragraf legt fest, dass Mitarbeitende nur nach einer entsprechenden Fahrerunterweisung mit dem Führen des Fahrzeuges betraut werden dürfen.

Bei der DGUV handelt es sich um die Unfallverhütungsvorschrift der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung, die den Umgang mit Fahrzeugen im Unternehmen vorgibt. Wird der Dienstwagen während des Jahres ausgetauscht, ist eine zusätzliche Schulung erforderlich.

Wer macht die UVV Fahrerunterweisung?

Generell ist der Arbeitgeber bzw. die Geschäftsführung für die Durchführung der UVV-Unterweisung verantwortlich, kann diese Pflicht jedoch auch auf andere Personen im Unternehmen übertragen. Üblicherweise ist dies der Fuhrparkverantwortliche.

Werden Sie als Fuhrparkmanager für die ordnungsgemäße Umsetzung der UVV-Fahrerunterweisung beauftragt, sind Sie neben der Organisation und Durchführung der Schulung auch dafür verantwortlich, alle Unterweisungen zu dokumentieren. Dies spielt insbesondere im Schadenfall eine elementare Rolle. 

Die Fahrerunterweisung nach UVV muss mindestens einmal jährlich durchgeführt werden.
Die Fahrerunterweisung nach UVV muss mindestens einmal jährlich durchgeführt werden.

Wie kann die Fahrerunterweisung nach UVV durchgeführt werden?

Die jährliche UVV-Unterweisung kann als Präsenzschulung erfolgen oder elektronisch durchgeführt werden. Die Organisation und Durchführung einer Präsenzveranstaltung ist jedoch mit einem hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Termine müssen geplant und Räume organisiert werden. Hinzukommt die Koordination der Teilnehmer und nicht zuletzt müssen die Inhalte fachlich korrekt ausgearbeitet werden.

Wesentlich komfortabler – sowohl für Fuhrparkleitung als auch für Fahrer – ist eine elektronische UVV-Unterweisung. Dieser kann von überall und zu jeder Zeit durchgeführt werden. Die Teilnehmer werden automatisch zur Unterweisung eingeladen und die Prüfergebnisse revisionssicher abgespeichert.

Mit einer Fahrerunterweisung als E-Learning-Kurs, wie der von Fleethouse, werden Fahrer flexibel unterwiesen, egal ob sie sich im Büro, zuhause oder unterwegs befinden. Die Schulungsinhalte sind bereits vollständig ausgearbeitet und sofort abrufbereit. Und auch die Kommunikation mit den Fahrern übernimmt die Software für Sie und verschickt automatisch Einladungen zum Kurs. Jede durchgeführte UVV-Unterweisung wird anschließend lückenlos dokumentiert

Sicherer Unterweisung für Fahrer

Per E-Learning-Kurs werden Fahrer flexibel im sicheren Umgang mit Fahrzeugen und im Verhalten bei Unfällen geschult. Die Ergebnisse werden nachvollziehbar gespeichert.

Welche Konsequenzen drohen bei Nichterfüllung der Fahrerunterweisung nach UVV?

Es ist unbedingt notwendig, dass Sie Ihrer Pflicht zur Unterweisung nachkommen. Sollten Sie das nicht tun, können schwerwiegende Konsequenzen im Falle eines Unfalles drohen. Wie schwer die durch den Unfall entstandenen Verletzungen sind, spielt dabei keine Rolle.

Nicht nur dem Unternehmen drohen empfindliche Geldstrafen, auch die Fuhrparkleitung kann persönlich haftbar gemacht werden. Bußgelder in Höhe von bis zu 10.000 EUR können verhängt werden. Zudem übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung keine Schäden an Gesundheit und Leben. Die Berufsgenossenschaft kann die geleisteten Zahlungen sogar zurückfordern, wenn der Arbeitgeber seine Pflichten vorsätzlich oder grob fahrlässig missachtet hat.

Wurde die Durchführung der UVV-Unterweisung an eine Person delegiert, die dafür fachlich oder persönlich nicht geeignet ist, liegt ein Auswahl- oder Aufsichtsverschulden vor. In diesem Fall droht sogar eine Geldstrafe von bis zu 1 Million EUR oder eine Freiheitsstrafe.

Damit Sie auf der sicheren Seite bleiben, sollten Sie also keine Kompromisse bei der Umsetzung der UVV-Unterweisung machen. Erfüllen Sie Ihre Pflicht im Fuhrparkmanagement rechtzeitig und vermeiden Sie dadurch unangenehme Konsequenzen für sich und Ihr Unternehmen.

Fazit für die Fahrerunterweisung nach UVV

Ein sicherer Fuhrpark ist für jeden Betrieb von großer Bedeutung. Eine der wichtigsten Pflichten hierbei ist die jährliche UVV-Unterweisung der Mitarbeiter nach den Vorschriften der Unfallverhütungsvorschrift (UVV). Die DGUV Vorschrift 70 legt hierbei die Regeln für die Sicherheit am Arbeitsplatz (wie im Pkw) im Fuhrpark fest und regelt alle wesentlichen Themenbereiche, die für eine betriebliche Nutzung von Fahrzeugen von Bedeutung sind.

Die Durchführung der UVV-Unterweisung sollte dabei auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden, da empfindliche Strafen für Unternehmen und Fuhrparkverantwortliche drohen. Mit einer Unterweisung per E-Learning-Kurs bleibt der Aufwand gering und Mitarbeitende können zeit- und ortsunabhängig geprüft werden.

FAQ zur UVV-Unterweisung

1. Wie oft muss die Fahrerunterweisung durchgeführt werden?

Die UVV-Unterweisung muss mindestens einmal jährlich sowie vor jedem erstmaligen Fahrtantritt erfolgen. Kommt es innerhalb des Jahres zu einem Fahrzeugwechsel, ist eine erneute UVV-Unterweisung notwendig.

2. Wer muss an einer UVV-Unterweisung teilnehmen?

An einer UVV-Unterweisung müssen grundsätzlich alle Mitarbeiter teilnehmen, die einen Dienstwagen im Unternehmen nutzen. Unabhängig davon, ob sie regelmäßig oder nur gelegentlich einen Dienstwagen fahren. Nutzt der Mitarbeiter sein privates Fahrzeug für betriebliche Zwecke, dann fällt dieses nicht unter die Regelung.

3. Welche Inhalte werden in einer UVV-Unterweisung behandelt?

Die Inhalte einer Unterweisung hängen von den individuellen Anforderungen und Gegebenheiten des Fuhrparks ab. Grundsätzlich sollten in einer Fahrerunterweisung folgende Aspekte berücksichtigt werden: Verkehrsregeln und -vorschriften, Sicherheitsausstattung, Fahrzeugkontrolle und -pflege sowie das Verhalten bei Unfällen.

4. Was sind die Vorteile einer Unterweisung per E-Learning?

Eine UVV-Unterweisung per E-Learning bietet zahlreiche Vorteile. Darunter die Zeit- und Ortsunabhängigkeit, die es den Teilnehmern ermöglicht, die Schulungen jederzeit und von überall aus zu absolvieren. Dies erhöht die Flexibilität und Kosteneffizienz, da Reise- und Unterkunftskosten entfallen. Zudem entlastet eine elektronische Fahrerunterweisung Fuhrparkverantwortliche, da der Einladungsversand automatisiert erfolgt und die Inhalte bereits fertig aufbereitet sind. Die Ergebnisse werden nachvollziehbar gespeichert, was die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und interner Standards erleichtert.

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Das Wichtigste zur Fahrerunterweisung nach UVV auf einen Blick

Die Fahrerunterweisung nach UVV gehört zu den wichtigsten Halterhaftungspflichten und ist im Gesetz verankert.

Regelmäßige Unterweisungen (mindestens einmal jährlich) gemäß UVV sorgen dafür, dass Mitarbeitende im sicheren Umgang mit Fahrzeuge geschult sind.

Wer seinen Pflichten aus der UVV nicht nachkommt, dem drohen schwerwiegende Konsequenzen: empfindliche Geldstrafen bis hin zu Haftstrafen.

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