Reifenmanagement im Fuhrpark

Reifenmanagement im Fuhrpark: Mehr Sicherheit und weniger Kosten

Das Reifenmanagement im Fuhrpark ist für Fuhrparkleitende ein zentrales Thema. Dabei geht es nicht nur um die Einsparung von Kraftstoffkosten und Arbeitszeit, sondern auch um die Sicherheit aller Beteiligten im Straßenverkehr. Reifen können schnell zum Kostentreiber im Fuhrpark werden. Durch falsche Behandlung und mangelhafte Wartung entstehen vermeidbare Zusatzkosten. Hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden. Bereits einfache Maßnahmen können beim Reifenmanagement viel bewirken.

Laut einer Untersuchung von Goodyear machen die Kosten für Reifen etwa drei Prozent der Gesamtbetriebskosten im Fuhrpark aus. Rechnet man weitere Einflüsse wie den Kraftstoffverbrauch und den Verwaltungsaufwand noch mit ein, ist der Kostenanteil deutlich höher. Eine Studie des ADAC kommt zu dem Ergebnis, dass etwa alle 150.000 Kilometer mit einer kostspieligen Reifenpanne zu rechnen ist. Sind regelmäßige Wartungen fester Bestandteil des Reifenmanagements, können größere Schäden ganz einfach vermieden werden. 

Was versteht man unter Reifenmanagement?

Zum Reifenmanagement gehören die Auswahl der passenden Reifen, die regelmäßige Kontrolle und Wartung sowie der gesetzlich vorgeschriebene Reifenwechsel von Sommerreifen und Winterreifen. Gemäß §36 StVZO sind außerdem die Bestimmungen bezüglich der Bereifung, der Profiltiefe und der Art der Reifen einzuhalten. Im Rahmen der Halterhaftung gehört das Reifenmanagement zu den Aufgaben der Fuhrparkleitenden. Sie sind neben der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben auch für die Sicherheit der Fahrzeuge und für die Kostenoptimierung verantwortlich.

Das ist wichtig: Reifenmanagement im Detail

Der optimale Reifendruck

Der richtige Reifendruck reduziert den Spritverbrauch um bis zu 30 Prozent. Außerdem fördert die optimale Luftmenge einen gleichmäßigen Reifenabrieb, was den Verschleiß reduziert und eine mögliche Runderneuerung der Reifen vereinfacht. Der Luftdruck sollte jeden Monat am kalten Reifen vor Fahrtantritt überprüft werden. Dienstwagennutzende können hier aktiv mitwirken. Aber Achtung: Bei zu hohem Reifendruck erhöht sich der Verschleiß und das Fahrverhalten sowie die Dämpfung der Reifen verschlechtern sich. Angaben zum optimalen Luftdruck sind in der jeweiligen Betriebsanleitung zu finden.

Die richtige Profiltiefe

Straf- und Bußgelder lassen sich vermeiden, wenn abgefahrene Reifen rechtzeitig ersetzt werden. Abweichend von der in § 36 Absatz 3 der StVZO festgelegten Mindestprofiltiefe von 1,6 mm für Pkws raten Sachverständige, Sommerreifen bei 3 mm und Winterreifen bei 4 mm Profiltiefe auszutauschen. Leasinggesellschaften können eine andere Mindestprofiltiefe vorschreiben.

Besondere Reifenarten

Runflat-Reifen sind eine sinnvolle Investition mit praktischen Vorteilen. Bei Beschädigungen lassen sich damit laut Herstellerangaben noch etwa 250 Kilometer zurücklegen. Fahrende können ihr Ziel oder die nächste Reifenwerkstatt trotz Loch im Reifen bequem erreichen. Runflat-Reifen machen außerdem das Reserverad überflüssig und schenken mehr Platz im Kofferraum. Da das Fahrzeug dann insgesamt leichter ist und weniger Last auf die Bremsen ausgeübt wird, sinkt der Kraftstoffverbrauch. Für ausgefallene Flottenfahrzeuge sind Spezialreifen eine gute Wahl. So sind Offroad- oder SUV-Reifen optimal für Geländelimousinen geeignet.

Die passenden Reifen für Elektrofahrzeuge

Bei Hybrid- und Elektro-Autos ist unbedingt auf die richtige Bereifung zu achten. Reifen für Elektrofahrzeuge sind auf das batteriebedingt höhere Gewicht sowie das hohe Drehmoment beim Anfahren abgestimmt. Beides führt bei herkömmlichen Reifen zu einem schnelleren Verschleiß. Probleme machen sich dann bei der Beschleunigung sowie bei Kurvenfahrten aufgrund der grundsätzlich höheren Kurvengeschwindigkeit bemerkbar. Spezielle Reifen für Elektrofahrzeuge berücksichtigen das hohe Fahrzeuggewicht und erreichen durch einen anderen Aufbau des Reifens sowie eine angepasste Gummimischung einen geringeren Rollwiderstand. Dadurch kann die Reichweite von E-Autos um bis zu sieben Prozent erhöht werden. Auch die deutlicher wahrgenommenen Abrollgeräusche der Reifen lassen sich so verringern.

Sommer- und Winterreifen

Der Einsatz von Sommer- und Winterreifen ist mit Aufwand verbunden. Die rechtzeitige Beschaffung, der planmäßige Wechsel, die Kontrolle der Profiltiefe und der übermäßige Verschleiß müssen kontinuierlich im Blick sein. Der Umstieg auf Ganzjahresreifen sorgt hier für Entspannung. Der saisonale Wechsel entfällt und damit der Zeitdruck, die Fahrzeuge in bestimmten Zeitfenstern umzurüsten. Aufgrund des Klimawandels werden Ganzjahresreifen immer beliebter und lassen sich in vielen Gebieten Deutschlands mit gutem Gewissen einsetzen. Für Vielfahrer, die großen Wert auf einen optimalen Mix aus Sicherheit, Leistung und Wirtschaftlichkeit legen, sind Sommer- und Winterreifen bei Firmenfahrzeugen aber nach wie vor die erste Wahl.

Reifenmanagement spielt im Fuhrpark eine wichtigen Rolle
Beim Reifenmanagement geht es nicht nur um Einsparung von Kraftstoffkosten und Arbeitszeit, sondern auch um die Sicherheit aller Beteiligten im Straßenverkehr.

Eine gute Lösung: Reifenmanagement auslagern

Das Reifenmanagement umfasst neben der regelmäßigen Wartung auch die Auswahl, die Besorgung, die Montage, die Einlagerung und die Entsorgung der Reifen. Ohne externe Unterstützung ist das für Unternehmen mit einem größeren Fuhrpark schwer zu handhaben, da schlicht die Kapazitäten fehlen. Wer das Reifenmanagement und die Reifenüberwachung an einen spezialisierten Reifendienstleister auslagert, reduziert den Verwaltungsaufwand, erzielt bessere Konditionen beim Einkauf, profitiert von dem zusätzlichen Know-how und hat mehr Zeit, um sich auf die eigenen Kernkompetenzen zu konzentrieren. Wer das Reifenmanagement nicht ganz aus der Hand geben möchte, kann auch nur einzelne Teilbereiche durch den Anbieter abdecken. Bei Full-Service-Leasingverträgen ist das Reifenmanagement häufig komplett ausgelagert.

Bleibt das Reifenmanagement in Unternehmenshand, ist gute Zeitplanung das A und O. Der frühzeitige Einkauf der Reifen und die Nutzung von saisonalen Angeboten kann viel Geld sparen. Auch die rechtzeitige Planung und Durchführung des Reifenwechsels ist wichtig, um die Standzeiten der Fahrzeuge zu optimieren. Wer mit einer Vertragswerkstatt vor Ort kooperieren möchte, sollte sicherstellen, dass diese jederzeit schnell und flexibel auf die verschiedensten Anforderungen reagieren kann. Wichtig ist auch zu klären, ob die Werkstattmitarbeiter:innen für Arbeiten an Elektrofahrzeugen oder den Wechsel von speziellen Reifen bei besonderen Fahrzeugmarken qualifiziert sind.

Digitale Unterstützung: Top Reifen dank Fuhrparkmanagement-Software

Immer mehr Prozesse werden heute digitalisiert, auch beim Reifenmanagement. So werden Reifenbestellungen online durchgeführt, Einlagerungsreports elektronisch zur Verfügung gestellt, Termine zur Reifenkontrolle online verwaltet und auch die Rechnungsabwicklung erfolgt elektronisch. Eine Fuhrparkmanagement-Software kann hier eine zuverlässige Unterstützung sein, um die komplexen Prozesse rund um das Fahrzeug übersichtlich und auswertbar darzustellen, die digitalen Prozesse einfach abzubilden sowie das Fuhrparkmanagement kosteneffizienter aufzustellen. Nicht zuletzt trägt die Fuhrparksoftware auch zu einem maßgeschneiderten Reifenmanagement-Konzept bei.

Unser Fazit

So nebensächlich das Reifenmanagement auf den ersten Blick scheinen mag – einwandfreie Reifen sind essenziell für die Sicherheit, den Komfort und die Effizienz der Fahrzeuge im Fuhrpark. Bei größeren Fuhrparks ist es sinnvoll, das Reifenmanagement an einen Dienstleister auszulagern. Das spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern bewahrt auch vor rechtlichen Konsequenzen. Eine Fuhrparkmanagement-Software hilft bei der Überwachung aller Prozesse.

Kurz zusammengefasst

Beim Reifenmanagement geht es nicht nur um die Einsparung von Kraftstoffkosten und Arbeitszeit, sondern auch um die Sicherheit aller Beteiligten im Straßenverkehr.

Wer das Reifenmanagement an einen spezialisierten Reifendienstleister auslagert, reduziert den Verwaltungsaufwand, erzielt bessere Konditionen beim Einkauf und profitiert von dem zusätzlichen Know-how.

Eine Fuhrparkmanagement-Software stellt die komplexen Prozesse rund um das Fahrzeug übersichtlich und auswertbar dar und unterstützt bei der Reifenüberwachung.

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